#032 – Andreas O. Loff | Podcaster „Das Ziel ist im Weg“ & Podcast-Producer

Dez 29, 2020 | Business, Interview

Andreas O. Loff - Das Ziel ist im Weg - Zu Gast bei HAUPTSTADTPODCAST

Aktuelle Episode in Worten

Für gewöhnlich gibt´s den HAUPTSTADTPODCAST ja direkt aus dem eigenen HAUPTSTADTPODCAST-Studio. Im Willy-Brandt-Haus war er auch schonmal. Doch heute ist die Location vermutlich so neu wie die Art von Gast: Sie sitzen mit dem Gast in einem Van. Genauer gesagt, in DEM Podcast-Van von Andreas O. Loff IN der Mercedes-Benz-Arena. Klingt schräg – ist es auch!

Wann gibt’s was? 

  • Podcast im Van? Wo gibt´s denn sowas? Der HAUPTSTADTPODCAST kommt richtig rum. Heute im Podcast-to-Podcast mit Andreas O. Loff (ab Minute 0:00) 
  • Die IT-Firma war gegründet, aber die Erfüllung war´s irgendwie nicht so ganz. Kein Problem, Pläne sind da, um geändert und verbessert zu werden! (ab Minute 10:00) 
  • Promis unter Palmen? Ne, bei Andreas im Podcast gibt’s Promis im Van. Atze Schröder nur als ein Beispiel genannt. (ab Minute 19:30) 
  • Sharing is Caring. Und deshalb teilt Andreas großzügig sein Wissen über Podcasts. Denn er hat sich durchgekämpft und – es läuft! (ab Minute 26:00) 
  • Aber da war doch noch was? Stimmt, denn Andreas hat nicht nur seinen eigenen Podcast, sondern produziert auch für andere: Ponywurst Productions! (ab Minute 30:00) 
  • Ausziehen für ne gute Podcast-Location? Ganz so war´s dann doch nicht. Aber fast. (ab Minute 40:30) 
  • Wunsch-Gäste für sich selbst und für den HAUPTSTADTPODCAST. Es wird wild! Spoiler: Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass gewisse Politiker*innen lustiger sind, als sie es zeigen dürfen. (ab Minute 43:20) 

Schräg, außergewöhnlich, aber es klappt hervorragend 

Und das bezieht sich jetzt sowohl auf die Location, als auch auf die Idee dahinter. Der heutige Gast Andreas O. Loff muss es ja wissen, denn er ist nämlich selbst Podcast-Produzent bei seiner eigenen Firma “Ponywurst-Productions”. Komischer Name, der auch gerne mal aneckt, aber natürlich bleibt er nicht unerklärt und: er bleibt im Kopf! So auch sein Podcast “Das Ziel ist im Weg”. Die Grundidee war “Ich fahre durch die Welt und interviewe Menschen”. Genau SO wurde das Ganze dann doch nicht umgesetzt und trotzdem ist Andreas mit seinem Podcast nun seit mittlerweile zwei Jahren erfolgreich unterwegs.  
Das Schönste an Berlin? “Potsdam”. Er lacht. Ich grinse, als ich es höre, denn Potsdam kann tatsächlich eine willkommene Abwechslung zum dreckigen, harten Berlin sein. Und auch in seinem Minus-Punkt für Berlin muss ich ihm zustimmen: Die Stadt ist so unüberschaubar groß und die Wege von A nach B so weit, dass man Freundschaften zum Teil nur schwer pflegen kann. Einfach aus dem Grund, weil man sich so wenig sieht.  

Wenn die IT-Firma keinen Spaß mehr macht… 

… dann gründet man eben eine Podcast-Produktion. Ursprünglich hatte Andreas eine IT-Firma, die lief ziemlich gut, insgesamt zehn Mitarbeiter beschäftigte er. Nach und nach musste er aber feststellen “es hat mir keinen Spaß gemacht”. Kurzer Prozess: Er verkaufte seine Anteile und setzte seine Idee eines Wohnmobilpodcasts in die Tat um. Seitdem macht er also das. Und es läuft (bzw. fährt). Finanziert wird das Ganze durch Werbung, wie zum Beispiel Produktcodes (natürlich ausschließlich für Produkte, die er selbst getestet und für gut befunden hat). Das könnte noch eine durchaus lehrreiche Folge für Wolfgang werden…  

Promi-Kontakte und spannende Lebenswege 

Bekanntheiten wie Atze Schröder oder Micky Beisenherz sind für Andreas gar nicht so weit weg. Ganz im Gegenteil: Micky ist ein guter Freund von mir und als ich damals den Podcast gestartet habe, habe ich ihn gefragt, ob er mein erster Gast sein darf.” Und was hat es mit Atze Schröder auf sich? “Einer der feinsten Menschen der Welt!” 
Wolfgang und Frank suchen sich ihre Gäste ja in erster Linie querbeet aus, wer kommt aus Berlin, wer ist interessant. Andreas macht´s ganz ähnlich: Ihn reizen Geschichten aus dem Leben. “Vom Punk zum Galeristen”, ist ja alles möglich. Und wo könnte man das besser angehen als in einem Van? Bzw. dem “Tonmobil”, wie Andreas es nennt.  

How to become fame (mit einem Podcast) 

Da heute die Podcast-Küken mit einem Podcast-Hahn zusammensitzen, lauschen die Küken natürlich ganz gespannt, was sie noch lernen können. 
Wie man seinen Podcast bekannt(er) macht zum Beispiel. Und wie man “die Leute bei der Stange hält”. Tipp 1: sharing is caring. Teilen, teilen teilen. Es kostet nichts, hilft aber ungemein, den Bekanntsheitsradius zu erweitern. Mund-zu-Mundpropaganda, auf Social-Media Empfehlungen dafür aussprechen, einfach mit möglichst vielen drüber reden, das ist noch immer die älteste und bewährteste Methode. Mit 90% seiner (ehemaligen) Gäste hat Andreas sogar noch Kontakt, “aus jedem Podcast-Gespräch geh ich klüger raus.”  

Die Ponywurst unter die Lupe genommen 

Qualität statt Quantität ist für Andreas oberstes Gebot. (Werbe)Agenturen kommen gezielt auf ihn zu und bitten ihn um seine Hilfe für ihren Podcast. Laut Andreas fußt der Erfolg eines Podcasts auf drei Säulen: Inhalt (klar!), Qualität (damit sind vor allem die Tonqualität und die Sprecherqualität der Hosts gemeint) und: Kontinuität. Also immer brav am Ball bzw. Mikro bleiben, denn die Hörer*innen wollen zuverlässigen, regelmäßigen Content. Klingt alles ziemlich logisch, man muss es nur gekonnt auch in die Tat umsetzen. 

Nackt am Telefon zahlt sich manchmal aus 

… in Andreas Fall auf jeden Fall. Durch einen spontanen Einfall, den er unter der Dusche (nackt!) hatte und den er unmittelbar danach so dringend mit der betreffenden Person besprechen musste (immer noch nackt). Seinem ursprünglichen Geschäftskollegen Uwe Frommhold knallte er sein Unterfangen einfach vor den Latz: “Ich komm nach Berlin. IN die Mercedes-Benz-Arena!”. Ob es ein “Ok” im Schockzustand war oder aus voller Überzeugung – egal. Das Endergebnis zählt. Und das hat offenbar so hingehauen wie geplant! 
Und wen will Andreas unbedingt im HAUPTSTADTPODCAST sehen? Er beschreibt sie so: Ich glaube, die ist richtig lustig. Die darf nur nicht.” Na, ahnt es schon jemand? Des Rätsels Lösung gibt’s zu hören! Kann ja nicht immer spoilern.