#034 – Robert Tech | Gründer & Geschäftsführer von Assecor GmbH

Jan 7, 2021 | Business, Wirtschaft

Aktuelle Episode in Worten

Man munkelt, der heutige Gast, Robert Tech, hätte schon auf dem Schulhof seine ersten Firmenideen ausgeheckt. Ob es wirklich so war, ist mal dahingestellt. Fest steht aber: der junge Unternehmer hat´s geschafft. Und vielleicht kann ihm sein Erfolgsgeheimnis heute entlockt werden… 

Wann gibt’s was? 

  • Schaffen die HAUPTSTADTPODCAST-Jungs es heute vielleicht, Robert Tech sein Erfolgsgeheimnis zu entlocken? So viel kann man aber schon mal verraten: Er hat früh angefangen (ab Minute 00:00) 
  • Lehre, Studium, back to the roots? Pläne sind da, um geändert zu werden (ab Minute 4:40) 
  • Accessor stellt sich vor. Beziehungsweise Robert stellt Accessor vor (ab Minute 7:50) 
  • Von Pech und Schwefel, Tech und Schwebel und einigen Null-Punkten (ab Minute 14:30) 
  • Hürden, Motivationen und… vielleicht genau hier das Geheimnis des Erfolgs? Eins steht fest: Robert denkt langfristig und mit Herz UND Verstand (ab Minute 17:00) 
  • Der “Visionsspinner” über seine aktuellen Aufgaben, Projekte und wie er seine Mitarbeiter*innen maximal motiviert (ab Minute 24:30) 
  • Ok, Corona gefällt uns allen nicht. Aber so manche Vorteile gerade im privaten Bereich sieht Robert doch darin (ab Minute 42:30) 
  • “Zeit ist alles”- über Kindererziehung, LEGO-Steine und Arbeitsliebe. Außerdem verrät er seine Wunsch-Gäste! (ab Minute 55:00)  

First things first 

Bevor es ans Eingemachte aka seine Geheimnisse geht, muss auch Robert sich DER Berlin-Frage stellen. Dicker Vorteil hier an Berlin? Für ihn definitiv, dass es sich trotz der Größe oft wie ein Dorf anfühlt. Man trifft überraschenderweise doch immer wieder die gleichen Menschen, die man schon kennt, auf der Straße, ganz zufällig (der Absurdität sind keine Grenzen gesetzt, ich spreche aus Erfahrung). Abzug gibt’s dafür, dass “Berlin immer assiger wird”. Spritzen im Sandkasten auf öffentlichen Spielplätzen – leider keine Seltenheit.  
Aber zurück zum eigentlichen Thema: dem jungen Unternehmer und seiner Firma “Assecor GmbH” 

Wie das Leben so spielt – und Robert spielt schon früh mit 

Die Lehre bei Daimler schloss er ab, holte sein Abitur nach, um dann als Ingenieur nach seinem Studium zu Daimler zurückzukehren. Das war der Plan – vorerst. Doch noch während seines Studiums stieg er ein in die studentische Beratung, kam dort in den Vorstand und nach und nach bildeten sich die erste GmbH daraus. Bald hatte er 40 Mitarbeiter und das Ganze, nur um es nochmals zu betonen, während er mitten im Studium steckte. Gewisse Risiken brachte das Unterfangen natürlich mit sich, doch wie er selbst sagt “Ich hatte nichts, mir konnte man nichts wegnehmen”No riskno fun. Ganz offensichtlich. 

Aber gehen wir doch mal ans Eingemachte: Worum geht’s eigentlich? 

Roberts Firma ist (natürlich) IT basiert. Kurz: er entwickelt Fachkonzepte für Unternehmen, organisiert und ordnet Datensammlungen um aus den von den Firmen gekauften Daten das bestmögliche herauszuholen. Quasi, das Große und Ganze hinter all dem besser zu verstehen. Klingt erstmal easy, ist es vermutlich ganz und gar nicht. Zumindest fing SO alles an. Mittlerweile kann man all das wohl “Developing und Digitalisierung” zuordnen. Darf er denn auch mal Namen von Kunden nennen oder wäre das zu viel? Er grinst nur und meint “Unter anderem zum Beispiel dieses große gelbe Verkehrsunternehmen”. Zumindest alle Berliner*innen hier sollte es nun so ziemlich klar sein.  

Das Kind beim Namen nennen 

… wie kam´s denn dazu? Ursprünglich führte er das Unternehmen gemeinsam mit einem Freund, damals hieß die erste Firma “Tech und Schwebe” (Ausnahmsweise mal kein Wortwitz, der von mir stammt!), nach dem Ausstieg von Schwebe wollte Robert nicht mehr den Fokus durch den Namen rein auf sich lenken, also: Namensänderung. 

Hürden, Motivationen und Knackpunkte 

Ein offenes Geheimnis, das eigentlich jedem bekannt sein sollte: Nicht aufgeben. Nicht unterkriegen lassen. Weitermachen. 2008/09 während der kleinen Wirtschaftskrise wurde es auch für Robert mal knapp “nur um die Mitarbeiter*innen zu halten, habe ich das komplette Portemonnaie aufgeraucht, bis auf null. Und dann ging es plötzlich wieder bergauf.” Wie hart muss es sein, sich in Situationen wie diesen selbst weiterhin zu motivieren, was hat dich motiviert? Die Leute haben sich auf mich verlassen. Wir stellen nicht ein, um zu entlassen.” Mit jedem Wort wird deutlicher, WIE sehr ihm seine Mitarbeiter*innen wirklich am Herzen liegen, er verkörpert die perfekte Mischung aus Menschlichkeit und Unternehmertum. Und hier vielleicht genau DAS Geheimnis, auf das wir aus waren: Er war an einer Stelle angelangt, an dem es ihm einfach nur an Mitarbeiter*innen fehlte. Um gute Neuzugänge zu akquirieren, muss man aber zunächst finanziell in Vorkasse gehen. “Man muss an der einen Stelle investieren, um an der anderen voran zu kommen.” Also: nicht an den falschen Enden sparen. 

Viele Wege führen nach Rom 

Und nach genau diesen Grundsatz leitet Robert seine Mitarbeiter*innen. “Findet euren eigenen Weg, der sieht vielleicht anders aus als meiner”. Aber wenn das Endergebnis stimmt, vertraut er seinen Leuten und lässt ihnen viel Freiraum zur eigenen Entwicklung. Motiviert sie sogar mit Mitarbeiterprämien dazu, Weiterbildungen zu machen. Und so wurde eine neue Idee geboren: Growify: quasi eine Lernplattform (ganz vereinfacht ausgedrückt), die Menschen zum Lernen motiviert. Wie viel technisches Know-How tatsächlich bei der Entwicklung dahintersteckt, lässt sich für einen Laien wie mich nur erahnen, wenn sogar Robert und seine Crew 4 bis 5 Jahre daran tüftelten 

3 Kinder, Haus und Garten. Welche Ziele können da noch kommen? 

Zum Schluss muss natürlich auch noch im Privaten ein bisschen rumgestochert werden: verheiratet ist Robert nicht und hat drei Kinder von zwei Frauen. “Mutter, Vater und 2 Kinder” ist sowieso überholt (sage ich ausnahmsweise ohne jeden Funken von Ironie). Durch Corona steht ihm nun wesentlich mehr Zeit für seine Familie zur Verfügung als zuvor, das sieht er als großen Zugewinn “Zeit ist alles”. Und beruflich? “Ideal wäre es, wenn meine Unternehmen theoretisch ohne mich klarkämen und wachsen könnten und ich aus meinem Elfenbeinturm (Kommandozentrale) nur noch helfen müsste”. So der 5-Jahres-Plan. Nicht arbeiten kommt für ihn aber auch nicht in Frage “Mir macht Spaß, was ich mache, ich könnte nicht nicht arbeiten!” Also wenn ER nicht der perfekte Lern-Motivations-Plattform-Entwickler ist, dann weiß ich auch nicht.  
Als nächsten Gast kommen von ihm übrigens gleich zwei Vorschläge, beide mit K. Aber wer die beiden mysteriösen Ks sein könnten, das hört ihr im Podcast, da kommt ihr nicht drumrum!